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Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)
 

Presse 2014

Presse CTH



13. Oktober 2014

Telefonaktion anlässlich des heutigen Weltthrombosetags

Welche Risikofaktoren gibt es für Thrombosen? Wie kann sich der Einzelne davor schützen? Was sind die potentiellen Spätfolgen einer Thrombose? Diese oder ähnliche Fragen rund um das Thema Thrombose beantworten Ihnen die Experten der Universitätsmedizin Mainz im Rahmen einer Telefonaktion am 13.10.2014 in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr.


Bei einer Thrombose handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet. Viele Faktoren können zu der Entstehung von Venenthrombosen und Lungenembolien führen. Die Medizin unterscheidet zwischen „provozierten“ und „nicht-provozierten“ Thrombosen. Provozierte Thrombosen entstehen auf dem Boden „temporärer“, das heißt vorläufiger oder behandelbarer, Situationen wie beispielsweise größere Operationen oder Krankenhausaufenthalte wegen schwerer akuter Krankheiten. Nicht-provozierte Thrombosen lassen sich auf vererbte oder erworbene Thromboseneigungen zurückführen. Bekannte „permanente“ Risikofaktoren für Thrombosen sind Krebs, Rauchen und Übergewicht. Das Risiko einer Thrombose nimmt mit zunehmendem Alter stark zu. Ein gesunder Lebensstil sowie die frühzeitige Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten kann helfen, schwere Krankheiten – wie zum Beispiel Schlaganfälle – zu vermeiden, die unter anderem eine schwere Venenthrombose zur Folge haben können.

Eine Venenthrombose kann zu einer Lungenembolie führen, wenn sich ein Teil des Thrombus aus der Beinvene ablöst und in die Lungenstrombahn gelangt. Während kleine Lungenembolien vom Patienten unbemerkt verlaufen können, kann eine große Lungenembolie lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht sofort mit Medikamenten behandelt wird. Größere Thromben machen sich oft als schwere Luftnot, atemabhängige Brustschmerzen oder Druckgefühl, oder auch als kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (Synkope) bemerkbar.

Eine nicht komplett abgeheilte Venenthrombose kann ohne richtige medikamentöse Therapie und das Tragen von Stützstrumpfen die Zerstörung der zarten Venenklappen in den Beinen nach sich ziehen. Chronische Beinschwellungen und Hautveränderungen sind die Folge. Schlimmstenfalls kann es zu einer Gangrän kommen. Dabei handelt es sich um das Endstadium einer Durchblutungsstörung mit Auflösung und Zerstörung des Gewebes. Darüber hinaus können nicht aufgelöste Thromben in der Lunge zu einer nachhaltigen Erhöhung des Drucks im kleinen (Lungen-)Kreislauf und zu einer steten Belastung bis hin zum Versagen der rechten Herzenkammer führen.

Trotz der Komplikationen, die eine Thrombose nach sich ziehen kann, gibt es auch gute Nachrichten: Neue Gerinnungshemmer sind dabei, die Therapie von Thrombosen einfacher und in vielen Fällen sicherer zu machen. Drei von diesen Medikamenten sind bereits zugelassen und im Einsatz. Die neuen Medikamente könnten in den kommenden Jahren allmählich das – in der Handhabung oft schwierige – Marcumar ablösen, auch wenn noch einige Fragen und Probleme in Zusammenhang mit ihrer Anwendung zu klären sind. Darüber hinaus können neue chirurgische und Katheterverfahren die Behandlung von Lungenembolien und ihren Folgen verbessern.

Im Allgemeinen haben Thrombosen heutzutage eine gute Prognose. Entscheidend ist: Sie müssen rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

 

Kontakt

Prof. Dr. Stavros Konstantinides
CTH - Centrum für Thrombose und Hämostase Mainz
Universitätsmedizin Mainz, Telefon 06131/17-8297
E-Mail: stavros.konstantinides@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt

Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz
Telefon: 06131 17-7424
Fax: 06131 17-3496
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

 

Über das CTH

Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) wird als Modellzentrum zur verbesserten Integration von Ausbildung, Forschung und Patientenversorgung unter einem translationalen Fokus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF 01EO1003) im Rahmen des nationalen Programm „Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB)“ gefördert. Im CTH-Konzept wird die Schnittstelle zwischen Patientenbehandlung und Forschung neu definiert und so die Voraussetzung für Innovationen in der Gesundheitsversorgung geschaffen. Die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und umgekehrt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Umgekehrt sollen klinische Beobachtungen als Anregung und Rückkoppelung direkt in die Grundlagenforschung einfließen.

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

 

10. Oktober 2014

Neuer Wissenschaftlicher Direktor und neuer Medizinischer Direktor für das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)

 

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) steht unter neuer Führung. Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf ist neuer Wissenschaftlicher Direktor des CTH. Er hat damit die Nachfolge von Univ.-Prof. Dr. Ulrich Walter angetreten, der dem CTH in den Jahren 2011 bis 2014 vorgestanden hatte. Die neu geschaffene Position des Ärztlichen Direktors im CTH übernimmt Univ.-Prof. Dr. Stavros Konstantinides. Die offizielle Amtsübergabe fand heute im CTH statt.

„Als integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum lautet der zentrale Anspruch des CTH, Grundlagenforschung, klinische Forschung und Patientenversorgung unter einem Dach zu vereinen. Die neue Leitungsstruktur zielt darauf ab, diesem Anspruch künftig noch mehr Rechnung zu tragen“, unterstreicht die Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Babette Simon. Auch der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, sieht das CTH gestärkt: „Mit Professor Ruf und Professor Konstantinides verfügt das CTH über exzellente Köpfe, die wegweisende Forschungslinien mitentwickeln und prägen. Im CTH-Leitungsgremium werden sie dazu beitragen, das CTH zu einem national wie international führenden Forschungs- und Behandlungszentrum auszubauen. Darüber hinaus ist das CTH mit dieser Neuordnung auf Leitungsebene optimal aufgestellt für die in diesem Jahr anstehende Reevaluation durch das BMBF.“

Der neue Wissenschaftliche Direktor des CTH Professor Ruf ist seit 1. April 2013 im CTH. Er ist Inhaber einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Alexander von Humboldt-Professur. Der gebürtige Singener gilt als exzellenter Grundlagenforscher im Bereich der experimentellen Thrombose und Hämostase. Im CTH etabliert er gegenwärtig ein Grundlagenforschungsprogramm mit dem Ziel, zu einem tiefgreifenden Verständnis der vielseitigen Wechselwirkungen zwischen dem Blutgerinnungssystem und Entzündungsreaktionen beizutragen. Konkret will Professor Ruf mit seinem Forschungsteam herausfinden, wie durch Gerinnungsfaktoren hervorgerufene Signale in den Zellen des Immunsystems weitergeleitet werden und damit zu kardiovaskulären, metabolischen und immunologischen Störungen beitragen. Erkenntnisse auf diesem Gebiet sind potentiell der Schlüssel zur Entwicklung neuer Therapien gegen Entzündungs- oder Herzkreislauferkrankungen.

Professor Konstantinides, der die neu geschaffene Position des Ärztlichen Direktors im CTH innehat, hat dort zuvor seit 1. März 2012 den Bereich Klinische Studien geleitet. Er ist ausgewiesener Experte im Bereich großer klinischer Studien. Zu seinen klinischen Schwerpunkten zählen die Diagnostik und Therapie der Lungenembolie, die Echokardiographie und die interventionelle Kardiologie. Der gebürtige Grieche hat bereits viele große internationale Studien (Multicenterstudien) zum Thema Therapie der Lungenembolie organisiert und verantwortet.

Die Neubesetzung des Wissenschaftlichen Direktors und des Ärztlichen Direktors erfolgte per Wahl durch die Mitglieder des CTH.

Amtsübergabe CTH-Leitung
von links nach rechts: Prof. Wolfram Ruf, Prof. Ulrich Walter, Prof. Ulrich Förstermann, Prof. Stavros Konstantinides, M. Gees

 

12. September 2014

Erfolgreiche Beteiligung des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) beim ESC in Barcelona

Der diesjährige Kongress der European Society of Cardiology fand vom 30.08.-03.09.2014 in Barcelona statt. Unter anderem wurden Mitarbeiter des CTH mit dem Venous Thromboembolism Young Investigator Award 2014 der Arbeitsgruppe Pulmonary Circulation and Right Ventricular Function der European Society of Cardiology (ESC) ausgezeichnet.

  • Anja Käberich, Forschungsärztin des CTH, für das Projekt "Optimised high sensitive troponin T cut-off values for risk stratification of normotensive patients with pulmonary embolism”
  • Dr. Frederikus A. Klok, Forschungsarzt des CTH, für das Projekt "Performance of five different bleeding-prediction scores in patients with acute pulmonary embolism”

Mit dem Best Moderated Poster Award wurden folgende CTH Mitarbeiter ausgezeichnet:

  • Anja Käberich in der Session "Thrombosis and bleeding in valve disease" für das Projekt „In-vitro comparison of danaparoid, unfractionated heparin and enoxaparin in preventing thrombus formation on mechanical heart valves”
  • Dr. Mareike Lankeit, Leiterin der Junior Gruppe Klinische Studien in der Session "New insights in acute pulmonary embolism" für das Projekt „Combination with clinical parameters optimises the prognostic value of heart-type fatty acid-binding protein (H-FABP) in normotensive patients with pulmonary embolism“


2. September 2014

DFG fördert kooperatives Forschungsprojekt des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) mit dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS Dortmund)

Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat Frau PD Dr. Kerstin Jurk, Arbeitsgruppenleiterin der translationalen Forschungsprofessur von Herrn Prof. Dr. Ulrich Walter, rund 200.000 Euro für drei Jahre bewilligt, um die „Rolle von neuen Proteinkinase A und G abhängigen Signalwegen und Signalnetzwerken in der Regulation der Thrombozytenaktivierung“ aufzuklären. Bei Gefäßverletzungen ist eine Aktivierung der Blutplättchen lebensnotwendig, um eine balancierte Blutstillung zu gewährleisten. Ein krankhaftes Überschießen der Blutplättchenaktivierung hingegen kann zu lebensbedrohlichen Blutgefäßverschlüssen (Thrombosen) führen.

Zusammen mit Systemanalyse-Experten vom ISAS in Dortmund, Herrn Dr. René Zahedi und Herrn Prof. Dr. Albert Sickmann, verfolgt das mit insgesamt 385.000 Euro geförderte Kooperationsprojekt einen systembiologischen Untersuchungsansatz zum besseren Verständnis der komplexen Regulierung der Blutplättchenaktivierung. Mit Hilfe von modernen massenspektrometrischen Techniken zur Phospho-Proteomanalyse, funktionalen in vitro Tests und biochemischen Untersuchungen beabsichtigen die Projektleiter attraktive Kandidaten hemmender Signalwege in Blutplättchen zu identifizieren und zu charakterisieren. Diese Erkenntnisse könnten helfen, neue diagnostische Verfahren und Behandlungsstrategien zur gezielten Hemmung von Blutplättchen und damit von thrombotischen Erkrankungen zu entwickeln.


29. August 2014

Drei neue Section Editors aus dem CTH benannt


Die Fachzeitschrift HÄMOSTASEOLGIE Organ der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) hat mit Wirkung vom August 2014 drei Mitglieder des CTH zu neuen Section Editors benannt. Diese sind: Prof. Dr. S. Konstantinides, Prof. Dr. B. Lämmle und Prof. Dr. W. Ruf.

Hier finden Sie die komplette Ausgabe des Journals Hämostaseologie 3/2014.


8. August 2014

Veröffentlichung von fünf spannenden Fällen (Perlen) der Hämostaseologie aus den Zentren Wien, Bern und Mainz

 

Auf der 58. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) vom 12.- 15. Februar 2014 in Wien fand unter der Leitung von Prof. Bernhard Lämmle und Prof. Ulrich Walter (beide CTH Mainz) ein besonderes Symposium statt, in dem fünf spannende Patientenfälle vorgestellt und diskutiert wurden. Diese fünf Fälle (Perlen der Hämostaseologie) sind nach einem Review-Prozess in der aktuellen Ausgabe der Hämostaseologe [2014, Volume 34 (4) veröffentlicht worden, zusammen mit einem  Editorial von Prof. Lämmle und Prof. Walter. Von den fünf Fällen stammt einer aus Wien, einer aus Bern und 3 aus dem CTH Mainz:

  • Eichinger et al. (Vienna) - Oral anticoagulation and vitamin K deficiency
  • Beck et al. (Pediatrics Mainz) - Massive pulmonary embolism in a young boy with T-cell leukaemia
  • Hecking et al.  (CTH Mainz) - Recurrent cerebral ischaemia in a pregnant woman with patent foramen ovale II° and thrombophilia
  • Colluci et al. (Bern) - Bilateral periorbital ecchymoses
  • Falter et al. (CTH Mainz) - Late onset and pregnancy-induced congenital thrombotic thrombocytopenic purpura

Das große Interesse, das diese fünf Darstellungen interessanter und auch schwieriger Hämostaseologie-Fälle weckten, führte bereits zu Diskussionen, diese Fallpräsentationen fortzusetzen.   


17. Juli 2014

Erste PhD Kandidatin des CTH hat  ihren Titel "Dr. rer nat." erworben

Am vergangenen Donnerstag, den 10.07.2014, konnte Frau Sabine Kossmann, Mitarbeiterin des Centrums für Thrombose und Hämostase ihre naturwissenschaftliche Dissertation mit dem Thema "Die Rolle der IFN-gamma Signalübertragung und von MyD88 in der Angiotensin II-induzierten vaskulären Dysfunktion, Inflammation und arteriellen Hypertonie“ erfolgreich abschließen. Im Rahmen ihrer Arbeit, die sie unter der Betreuung von PD Dr. Philip Wenzel in Kooperation des CTHs und der II. Medizinischen Klinik angefertigt hat, untersuchte Frau Kossmann den Einfluss von ins Gefäß infiltrierenden Inflammationszellen auf die Pathogenese der arteriellen Hypertonie im Mausmodell. Ihre Leistung wurde mit der Gesamtnote magna cum laude (1,0) bewertet. „Ich bin sehr stolz auf Sabine. Sie hat hervorragende Arbeit geleistet. Sie wird ihren jetzt begonnenen wissenschaftlichen Weg mit Sicherheit sehr erfolgreich fortsetzen“, so PD Dr. Philip Wenzel.

Das gesamte Direktorium des CTH freut sich über diese Leistung und gratuliert Frau Kossmann zu ihrem Erfolg.


27. Juni 2014

150.000 Euro für die Grundlagenforschung

Dr. Sven Horke erhält Forschungspreis

Mit 150.000 Euro fördert die Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung ein Forschungsprojekt von Dr. Sven Horke vom Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH). Wie wirkt sich die gesteigerte Radikalbildung auf die Blutgerinnung aus? Das ist die zentrale Forschungsfrage des Projekts. Blutgerinnung und Blutgerinnungshemmung sind zwei lebensnotwendige Mechanismen, die im Gleichgewicht stehen müssen. Andernfalls drohen lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Atherosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall. „In diesem Projekt richten wir unseren Blick auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Zellen und Gerinnungsfaktoren. Im speziellen erforschen wir den Beitrag von zellulären Stress-Signalwegen sowie der Bildung von Sauerstoffradikalen. Diese Faktoren sind unter anderem kritisch für die Aktivierung von Blutplättchen“, so Dr. Horke.

„Wir danken der Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung für die Unterstützung zugunsten wichtiger Forschungsprojekte in der Medizin“, sagt der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann. „Dieses Engagement ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die Martha Röttger-Stiftung genießt unsere besondere Wertschätzung, da sie uns ermöglicht, besondere Forschungsvorhaben voranzutreiben.“

Die Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung mit Sitz in Bad Vilbel wurde im Juli 2004 errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin insbesondere an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Stiftung finanziert Forschungsvorhaben sowie einzelne Forschungsprojekte, fördert die Teilnahme an Fachkongressen und Forschungsaufenthalten im In- und Ausland, vergibt Stipendien und bezuschusst Sachaufwendungen wie beispielsweise technische Ausrüstungen.


13. Juni 2014

Auszeichnung für Dr. Markus Bosmann beim EHA in Mailand

Der 19. Kongress der European Hematology Assocoation fand vom 12.-15. Juni 2014 in Mailand statt. Die Resonaz der Veranstaltung war sehr positiv. Bereits im Vorfeld wurden über 2.300 Abstract eingereicht. Letztendlich konnten nach Begutachtung 200 Abstracts in den 40 Vortragssitzungen, die Bereiche der Hämatologie abgedeckt haben, präsentiert werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde Dr. Markus Bosmann mit dem EHA Fellowship Award ausgezeichnet.

EHA Winner
(left to right) Markus Bosmann (EHA Fellowship Winner, CTH, Mainz); Lucia Gargiulo (EHA-JSH Fellowship Winner); José Martin-Subero (EHA Fellowship Winner); Anthony Green (Chair Fellowships and Grants Committee, EHA); Chrisine Chomienne (EHA President)


17. April 2014

Von Salt Lake City nach Mainz – ein Auswanderer kehrt zurück

Hervorragende Forschungsbedingungen gaben den Ausschlag

Attraktive Rahmenbedingungen haben den Wissenschaftler Sebastian Schubert für Forschungen an das am Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz gelockt. Nach dreijährigem Forschungsaufenthalt in den USA widmet der promovierte Apotheker sich nun in Mainz seinem Forschungsschwerpunkt Thrombozyten. Gefördert mit einem DFG-Rückkehrerstipendium arbeitet er seit April als Postdoc im Team von Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf, Professor für Experimentelle Hämostaseologie am CTH.

Begrüßung
Dr. Jana Grünewald empfängt Sebastian Schubert im Centrum für Thrombose und Hämostase


10. April 2014

Lebensbedrohliche Blutgerinnsel in der Lunge besser behandeln

Erste CTH-Publikation im renommierten New England Journal of Medicine zum Thema Lungenembolie

Blutgerinnsel (Thromben) in der Lunge können zum Tod führen oder einen Kreislaufkollaps nach sich ziehen. Eine frühe – Blutgerinnsel auflösende – Behandlung kann ausgewählte Patienten am Leben erhalten. Dabei ist allerdings eine erhöhte Rate von Hirnblutungen zu beachten. Diese Ergebnisse einer Studie des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) hat das New England Journal of Medicine, die weltweit renommierteste Fachzeitschrift für große klinische Studien, heute veröffentlicht.

„Die PEITHO-Studie unterstützt eindeutig unsere Annahme, dass eine Abschätzung der Risiken von Patienten mit akuter Lungenembolie unbedingt notwendig ist. Darüber hinaus unterstreicht die Studie, dass diese Patienten grundsätzlich eine rasche, wirksame Thrombusauflösung benötigen", so Univ.-Prof. Dr. Stavros Konstantinides, Professor für Klinische Studien am Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz und Studienleiter.

New England Journal of Medicine
Prof. Konstantinides (links) und Prof. Walter (Wissenschaftlicher Leiter des CTH) präsentieren mit Stolz die Publikation im New England Journal of Medicine


2. April 2014

Maastricht und Mainz werden Partner in der Spitzenforschung

Wissens- und Know-how-Transfer verbessert die Patientenversorgung

Im Februar 2014 haben das Universitätsklinikum Maastricht (UMC) aus den Niederlanden und das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz eine langfristige Kooperation auf dem Gebiet der Thrombose vereinbart. Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen beide Seiten ihr Wissen und Know-how in Bezug auf häufig vorkommende Gerinnungsstörungen ausbauen und sich als internationale Expertisezentren profilieren. Durch die weitgehende Spezialisierung beider Partner und durch verbesserte Behandlungsmethoden werden in Zukunft auch die Patienten davon profitieren.

Geplant sind Wissenschaftleraustausch, gemeinsame Forschungsprojekte, der Transfer von Forschungsergebnissen sowie der Austausch von Nachwuchswissenschaftlern im Rahmen strukturierter Programme. So sollen beispielsweise die Daten der Maastrichter Studien im Bereich Thrombose mit den CTH-Wissenschaftlern geteilt werden. Gleichzeitig können Maastrichter Forscher zentrale Strukturen des CTH nutzen. So können sie auf Bio- und Datenbanken, Methodenplattformen sowie Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie zurückgreifen. Univ.-Prof. Dr. Ulrich Walter, Wissenschaftlicher Direktor des CTH sieht die Zusammenarbeit mit Maastricht als strategische Komponente im weiteren Ausbau des CTH und erklärt: „Letztendlich soll sich die Zusammenarbeit zu einer stabilen Allianz entwickeln, von der aufgrund der vertieften Spezialisierung und der verbesserten Behandlungsmethoden vor allem die Patienten profitieren.“

Vertragsunterzeichnung
Unterzeichnung der Kooperationsverträge (v. l. n.r.); Der Wissenschaftliche Direktor des CTH Univ.-Prof. Dr. Ulrich Walter, der Direktor des Maastrichter Hart-en Vaatcentrum (HvC) Prof. Dr. Michael Jacobs, der Direktor des CARIM Prof. Dr. Thomas Unger, Prof. Dr. Johan Heemskerk (CARIM), Inhaber der Alexander von Humboldt-Professur Experimentelle Hämostaseologie am CTH Prof. Wolfram Ruf und Prof. Hugo ten Cate (CARIM)

16. Februar 2014

Sichtbare Beteiligung des Centrums für Thrombose und Hämostase bei der 58. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) in Wien

Die GTH fand in diesem Jahr vom 12.-15. Februar in Wien statt. Dort kamen bei interessanten Vorträgen, Fallkonferenzen und Workshops Wissenschaftler und Ärzte aus dem Fachbereich der Thrombose und Hämostase zusammen, um sich zu aktuellen Themen sowie Forschungs- und Studienentwicklungen auszutauschen.

Das CTH war vor Ort durch insgesamt 22 Mitarbeiter vertreten.  Sechs Wissenschaftler haben seitens des CTH einen Vortrag zu den entsprechenden Themen im Rahmen verschiedener Sitzungen oder Wissenschaftssymposien gehalten. Am Kasnitischen Symposium „Pearls in Thrombosis and Haemostasis“  war die Universitätsmedizin Mainz mit drei Rednern stark vertreten. Herr Dr. Olaf Beck eröffnete gelungen mit der Vorstellung eines Jungen mit akuter Dyspnoe bei gleichzeitiger T-Zell Leukämie (Four-year-old Boy with T-cell Leukemia Suffering from Acute Dyspnea). Frau Dr. Carola Hecking stellte einen brisanten Fall einer Schwangeren mit wiederkehrenden cerebralen Ischämien aus der Gerinnungsambulanz des CTHs vor (Recurrent Cerebral Ischemia in a Pregnant Multipara). Zwei sehr dramatisch verlaufende Schwangerschaftskomplikationen bei zwei Schwestern wurden durch Frau Dr. Tanja Falter gezeigt und durch eine kurze Zusammenfassung der Expertin Frau Prof. Inge Scharrer abgerundet (Recurrent Severe Pregnancy Complications with Thrombocytopenia and Hemolysis in Two sisters). Die Koordination und Organisation dieses Symposiums lag bei Prof. Bernhard Lämmle und Prof. Ulrich Walter. Außerdem sprachen folgende Mitarbeiter des CTH vor den Besuchern der GTH:

  • Dr. Davit Manukyan Human Cofactor Independent Monoclonal Anticardiolipin Antibody Triggers Thrombus Formation in Vivo
  • Nives Hörmann  The Gut Microbiota Regulates Small Intestinal Permeability and Obesity Development via Epithelial Neuropilin-1
  • Prof. Stavros Konstantinides DVT/Acute Pulmonary Embolism
  • Dr. Maren Lillich  Gut Microbial Communities Impact on von Willebrand Factor Multimer Levels
  • Eivor Wilms / Avinash Kandaghale The intestinal microbiota affects intestinal coagulation factor synthesis and arterial thrombus formation
  • Dr. Cora Reiß Antiplatelet properties of the NO independent sGC stimulator Riociguat (Bay 63-2561)
  • Karoline Rosenplänter Feedback-activation of Platelet Thrombin Generation In Vitro Reveals Platelet Hypercoagulability in Patients with Stable Coronary Artery Disease
  • Mareike Döhrmann Basic mechanisms of platelet thrombin amplification: Critical role of platelet receptor CD36
  • Dr. Sven Jäckel  Promotes Arterial Thrombus Formation Via von Willebrand Factor  Under Non-infectious Conditions
  • Klytaimnistra Kiouptsi Factor VIII Deficiency is Associated with Increased von Willebrand Factor Plasma Levels but Does Not Impact on Platelet Function.
  • Ines Brandao Gut Microbes Augment Apelin Expression in Intestinal Microvascular Endothelial Cells Via TLR Signaling
  • Veronique Schmitt Thrombotic thrombocytopenic purpura (TTP) and pregnancy
  • Dr. Carola Hecking Recurrent Cerebral Ischaemia in a Pregnant Woman with PFO and Thrombophilia
  • Dr. Karsten Keller Right Ventricular Dysfunction in Hemodynamically Stable Patients with Acute Pulmonary Embolism
  • Dr. Karsten Keller Oral Anticoagulation in Pulmonary Embolism and Deep Vein Thrombosis – Results from a Setting in Regular Medical Care
  • Dr. Karsten Keller Gender-specific Differences in Heamo-dynamically Stable Patients with Acute Pulmonary Embolism
  • S. Sollfrank Application of the Next-generation Sequencing Technique to  Diagnostic Sequence Analysis of the VWF Gene
  • Dr. Tanja Falter Late onset and pregnancy-induced congenital thrombotic  thrombocytopenic purpura (TTP)
GTH 2014
vlnr.: Hr. Alberio, T. Falter, I. Scharrer, U. Walter, Hr. Colucci, B. Lämmle, C. Hecking

Als überaus erfreulich erweist sich auch die Auszeichnung von Hariharan Subramanian  (Postdoctoral Fellow im CTH Mainz ab 01.05.2014). Herr Subramanian wurde für seine Arbeit zum Thema: „Development of new FRET-based biosensors for investigating the regulation of rap1b activation in megakaryocytes and platelets“ mit dem Rudolf-Marx-Stipendium 2014 der GTH ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Neben der Tagung konnte zudem die Verabschiedung einer S2K Leitlinie zum Thema „Behandlung von Thrombozytopathien“ AWMF-Registriernummer: 086-004, ICD10-Code Thrombozythopathie D69.1 (PD K. Jurk und Prof. U. Walter Koautoren) erfolgen und eine GTH-Arbeitsgruppe zum Thema „Labordiagnostik“ unter der Leitung von Prof. K. Lackner und Prof. U. Walter wurde gegründet.


9. Januar 2014

Universitätsmedizin Mainz führt Studie über Stand der medizinischen Versorgung mit oralen Blutgerinnungshemmern durch


Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) und die II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz starten heute eine Online-Befragung von rund 12.000 Ärzten in Rheinland-Pfalz zum Thema Gerinnungsheilkunde. Forschungsgegenstand ist zum einen die Versorgungssituation von Patienten, die aufgrund von Erkrankungen wie beispielsweise Vorhofflimmern, Lungenembolie, tiefer Beinvenenthrombose oder Herzklappenerkrankung mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung, sogenannten oralen Antikoagulantien, behandelt werden. Zum anderen wollen die Wissenschaftler mehr über den Behandlungsalltag aus Sicht der behandelnden Ärzte erfahren. Schwachstellen in der medizinischen Versorgungstherapie zu identifizieren und Optimierungspotentiale zu nutzen, das sind die langfristigen Ziele der im Rahmen des thrombEVAL-Studienprogramms durchgeführten Befragung. Das Projekt wird durch die Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie als Landesleitprojekt gefördert.